Hunde hören aufs Wort

Hunde sind wie Kleinkinder in der Lage, die Bedeutung unbekannter Wörter
zu erraten und zu erlernen.

Kleinkinder lernen ab dem zweiten Lebensjahr im Schnitt zehn neue Wörter pro Tag.Dabei lernen sie die Bezeichnungen von den Dingen nicht durch expliziteErläuterungen, sondern auch, indem sie sich die Bezeichnung von Gegenständen im Ausschlussver- fahren erschließen. Dabei ging man bisher davon aus, das dieser Machanismus des schnellen Zuordnens oder “fast mapping”, also Hypothesen über den Zusammenhang zwischen Dingen und deren Bezeichnungen zu entwickeln, eine nur dem Menschen eigene Fähigkeit sei. Doch 2004 schon haben Wissenschaftler des Max- Planck- Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig nach- gewiesen, dass “fast mapping” auch bei Hunden vorkommmen kann.

Die Forscher haben diese Fähigkeit bei einem Bordercollie identifiziert, der zu Beginn der Studie bereits die Namen von mehr als 200 verschiedenen Gegenständen kannte. Sein “Vokabular” ist damit dem sprachtrainierter Affen, Delfine, Seelöwen oder Papa- geien vergleichbar. Forderte man ihn auf, einen Gegenstand mit einem neuen Namen zu bringen und ließ ihn dazu aus einer Reihe ihm bekannter und einem ihm unbekannten Objekt auswählen, so wählte der Hund im Ausschlussverfahren das unbekannte. Auf diese Weise lernte das Tier nicht nur den Namen des neuen Objets, sondern merkte ihn sich sogar über mehrere Wochen. Zu klären bleibt, inwiefern die Leistungen dieses Hundes auf seine aussergewöhnliche Auffassungsgabe zurückzuführen sind oder sie im Prinzip auch bei anderen Hunden zu finden sind.                                                  Quelle: Science, MPG

Forschung macht Schule:
Sex - ein Rätsel der Evolution

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Wozu Sex? Asexuell können sich Lebewesen viel schneller fortpflanzen! Und die lästige Partnersuche bräuchte man auch nicht! Wenn asexuelle Fortpflanzung so erfolgreich ist, warum hat sich in der Evolution dann die sexuelle Fortpflanzung behauptet? Mit dieser Didaktischen DVD können die Schüler das aktuelle Forschungsprojekt am Plöner See eigenständig nachvollziehen. Umfangreiche weitere Kapitel liefern Hintergrundinformationen zu Genetik, Verhalten, Immunbiologie, Fortpflanzung und Parasitologie. Differenziertes Arbeitsmaterial sowie zwei BIOMAX-Hefte der Max-Planck-Gesellschaft im ROM-Teil assistieren dem Lehrer beim Einsatz im Unterricht. Neben dem Hauptfilm, einem Kurzfilm zur Evolutionsökologie und animierten Sequenzen zur Immunbiologie findet sich auch der Sielmann-Klassiker zum Verhalten beim Stichling auf dieser außergewöhnlichen Scheibe.
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Weitere Informationen unter: www.fwu.de

Ebola-Ausbruch tötete 5000 Gorillas

Dringender Bedarf für eine Impfkampagne

Ausbrüche dieser tödlichen Krankheit in Afrika gingen in den vergangenen Jahren immer wieder einher mit dem Sterben von Schimpansen und Gorillas in den benachbarten Wäldern. Heftig umstritten war, ob es sich dabei um isolierte Ereignisse gehandelt hat oder um Anzeichen eines Massensterbens unter den Affen.
Jetzt hat ein internationales Forscherteam aus Deutschland, Spanien und Schweden diese Debatte durch neue Befunde beendet, die überzeugend belegen, dass Ebola in einem einzigen Schutzgebiet in kurzer Zeit über 5000 Gorillas getötet hat. Die Studie lässt allerdings auch hoffen, denn mit einer gezielten Impfkampagne könnten die verheerenden Folgen von Ebola auf freilebende Gorillas und Schimpanse klar eingegrenzt werden.  

Quelle: Science, MPG- 2006

Sonne ist nicht schuld am Klimawandel

Nach einem Breicht des Wissenschaftsmagazins NATURE vom September 2006 trägt die Sonne höchstwahrscheinlich keine Mitschuld am Klimawandel.
Seit 1978 beobachten die Wissen- schaftler mit Hilfe von Satelliten die Strahlungsaktivitäten unseres Zentral- gestirns und kommen zu dem Schluss, dass ein Einfluß auf die Erderwärmung erst bei einer 3 bis 5fach stärkeren Sonneneinstrahlung zu berücksichtigen wäre.
Allerdings könnte die Sonne das Erdklima auch beeinflussen, indem sie mehr ultraviolettes Licht aussendet, - ebenso wie magnetisiertes Plasma, das mit dem Sonnenwind auf die Erde trifft.  Hierfür gibt es jedoch noch keine zuverlässigen physikalischen Mo- delle, um einen Einfluss nach- zuweisen
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Quelle: Nature, MPG- 2006